Die Vertragspartner bei der ÜbergabeEs ging schneller als gedacht: Die Radsportakademie GmbH & Co.KG hat am Montag (21.3.) den Kaufpreis bezahlt und den Vertrag mit der Skizunft Wildbad unterschrieben. Damit ist der Kauf perfekt, der große Skilift am Skihang auf dem Sommerberg gehört jetzt der Radsportakademie.

Vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags stellten sich die Verantwortlichen zum Fototermin unter den Lift, bevor es dunkel wurde: Skizunftvorsitzender Marcus Eisele sowie sein Stellvertreter Jan Reule und der bisherige über viele Jahre tätige und für den Skilift zuständige Technische Leiter Manfred Neuhäuser als Verkäufer sowie Heinz Betz, Geschäftsführer der Radsportakademie, gemeinsam mit dem mehrfachen ehemaligen Radsportweltmeister Gregor Braun.

Im Geschäftszimmer der Skihütte wurden dann von Eisele und Betz die Verträge unterschrieben – und Neuhäuser übergab alle Dokumente aus früheren Zeiten, die den Skilift betrafen. Neuhäuser: "Ein bisschen Herzschmerz ist schon dabei, schließlich haben wir den Lift immer pfleglich und mit viel Liebe und Einsatz behandelt."

Verlässliche Technik

Der 1962 erbaute Lift trug damals den Namen "Wiski". Damit war kein alkoholisches Getränk gemeint, sondern der Wildbader Skilift. Er habe eine verlässliche Technik, so Neuhäuser, obwohl er ja nun rund dreieinhalb Jahre nach dem letzten Seilabriss nicht mehr gelaufen sei.

Übrigens: Das Seil ist bereits in der vergangenen Woche angebracht worden, der TÜV hat seinen Segen gegeben und seit Freitag, 25. März, steht der Lift für die Biker zur Verfügung.

In den Jahren 1969 und 1973 wurde er um insgesamt 54 Meter verlängert, damals war er im Besitz der Skilift GbR, bevor ihn die Skizunft 1988 kaufte.

Da es inzwischen im Nordschwarzwald viele Schlepplifte gibt, war der Run zum Sommerberg lange nicht mehr so groß wie in den Anfangsjahren. Dazu kam, dass die Winter für die Mittelgebirge in den vergangenen Jahren immer weniger Schnee brachten, sodass ein regelmäßiger Liftbetrieb in rund 750 Meter Meereshöhe auf dem Sommerberg nicht mehr ertragreich war. Und bisweilen mehr Kosten als Einnahmen verzeichnete.

Nach wie vor betreibt die Skizunft bei entsprechender Schneelage den sogenannten kleinen Lift. Und schön wäre es, so heißt es, wenn die Radsportakademie im Winter den großen Lift den alpinen Skifahrern als Aufstiegshilfe anbieten würde.

Text und Bild: Götz Bechtle